Thermische Gebäudesimulation – mehr Planungssicherheit

Thermische Gebäudesimulation für mehr Kosteneffizienz und Planungssicherheit

Kühllast-, Heizlast-, Energie- und Anlagensimulation für mehr Kosteneffizienz und Planungssicherheit

Eine thermische Gebäudesimulation zeigt, wie ein Gebäude unter realen Bedingungen tatsächlich funktioniert. Sie bildet Wärmegewinne und -verluste, das Verhalten der Bauteile und die Wirkung der technischen Anlagen realistisch ab. Dadurch lassen sich Heiz- und Kühllasten präzise bestimmen und Effizienzpotenziale sicher erkennen.

Auf Grundlage echter Klimadaten und realistischen Nutzungsprofilen entsteht ein klares Bild davon, welche Anlagengrößen wirklich benötigt werden, wie stabil die Temperaturen bleiben und wo sich Energie sparen lässt. So wird aus einer theoretischen Planung eine belastbare Entscheidungsgrundlage für Komfort, Effizienz und Wirtschaftlichkeit.

Zertifizierte Experten für thermische Gebäudesimulation

Energieeffizienz Experten für Förderprogramme des Bundes

Heizlastsimulation

Mehr als Standardwerte – differenziert und nutzungsbasiert

  • Ermittelt den tatsächlichen Heizwärmebedarf unter Berücksichtigung realer Bedingungen.
  • Bezieht solare Einträge und interne Wärmequellen in die Berechnung ein.
  • Abbildung von Speicherverhalten massiver Bauteile für realistische Lastspitzen.
  • Liefert nachvollziehbare Ergebnisse unabhängig von statischen Normbetrachtungen.

Kühllastsimulation

Dynamische Einblicke statt normierter Sommertage.

  • Nutzt reale Klimadaten und stündliche Lastgänge statt idealisierter Auslegungstage.
  • Zeigt operative Raumtemperaturen und thermischen Komfort im Tagesverlauf.
  • Erfasst die Wirkung von Sonnenschutz, Glasanteilen und Verschattung direkt im Modell.
  • Hilfreich bei komplexen Fassaden oder hybriden Kühlkonzepten.

Energiesimulation

Statt pauschaler Monatswerte: energiebezogene Transparenz im Jahresverlauf.

  • Dynamisch berechnete Energieflüsse für Heizen, Kühlen, Lüften und interne Lasten.
  • Betrachtet reale Nutzungsprofile und betriebliche Abläufe im Detail.
  • Erlaubt differenzierte Aussagen zum Verbrauchsverhalten über das gesamte Jahr.
  • Ideal zur Bewertung von Effizienzmaßnahmen oder alternativen Bauvarianten sowie Nachhaltigkeitsnachweise oder ESG-Dokumentation.

Anlagensimulation

Wenn Technik und Gebäude gemeinsam gedacht werden.

  • Simuliert das Zusammenspiel von Gebäudehülle, Anlagentechnik und Regelung im Zeitverlauf.
  • Zeigt, wie sich Speicher, Teillastbetrieb oder unterschiedliche Wärme-/Kälteverteilungssysteme auf Komfort und Versorgungssicherheit auswirken.
  • Hilft bei der Lösung typischer Auslegungsfragen – etwa bei begrenzter Erzeugerleistung oder Varianten wie FBH vs. Heizkörper.
  • Deckt Wechselwirkungen auf, die in standardisierten Energiekennwerten nicht sichtbar sind.
  • Anerkannte Grundlage für Nachhaltigkeitsnachweise und ESG-Dokumentation (z. B. DGNB, LEED).
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Statische vs. dynamische Heizlastsimulation

Zwei Ansätze, ein entscheidender Unterschied: Während die statische Berechnung mit konservativen Annahmen arbeitet, bildet die dynamische Simulation das reale Gebäudeverhalten deutlich besser ab und hilft, Überdimensionierung zu vermeiden.

Statische Heizlast-Simulation nach DIN EN 12831

  • Es wird mit einer festen Außentemperatur gerechnet, obwohl Tiefstwerte meist nur kurz auftreten.
  • Solare Gewinne (z. B. Sonneneinstrahlung durch Fenster) werden nicht berücksichtigt.
  • Die thermische Trägheit des Systems bleibt unberücksichtigt.
  • Fazit: Worst-Case-Szenario, das in der Realität selten oder nur kurzzeitig auftritt.

Dynamische Heizlast-Simulation mit realer physik. Berechnung

  • Speichermassen der Wände werden berücksichtigt.
  • Außentemperaturen ändern sich dynamisch. Solare Einstrahlung wird als Wärmegewinn einbezogen.
  • Solare Einstrahlung wird als zusätzlicher Wärmegewinn einbezogen.
  • Optional kann ein Nutzerprofil eingebunden werden, um den tatsächlichen Betrieb realistisch darzustellen.
  • Fazit: Realistische Abbildung des Gebäudeverhaltens durch Berücksichtigung praxisnaher Parameter.
Die Temperatur im JahresverlaufDie Temperatur im JahresverlaufDiagramm 2 – Verbrauchsprofil
Das erste Diagramm zeigt den typischen Jahresverlauf der Außentemperatur – mit einem kurzen Tiefstwert, der für die klassische Heizlastberechnung ausschlaggebend wäre: Ein Blick in den konkreten Zeitraum verdeutlicht: Nur wenige Stunden liegen tatsächlich im kritischen Bereich.  Die dynamische Simulation zeigt, wie sich eine leichte Unterdimensionierung tatsächlich auswirkt. Selbst bei 20 % niedrigerer Erzeugerleistung bleibt die Raumtemperatur im Büro konstant behaglich: So können Wärmeerzeuger wirtschaftlich kleiner ausgelegt werden – z. B. durch Kombination mit Speichern oder kluger Regelung – ohne den Komfort zu gefährden.

Kühllastsimulation

Die Kühllastberechnung nach VDI 2078 basiert auf einem schematischen Sommertag mit festem Temperaturprofil – eine solide, aber idealisierte Grundlage. Dynamische Simulationen hingegen verwenden reale Wetterdaten, Gebäudeausrichtung, Verschattungen, interne Lasten und Belegungszeiten, um realitätsnahe Lastspitzen und Komfortgrenzen zu bestimmen.

So können z. B. Auswirkungen von Sonnenschutz, Glasanteil, Raumtiefe oder Nachtlüftung differenziert betrachtet werden. Anstelle eines Maximalwerts am Normtag entsteht ein vollständiges Bild: Welche Räume sind wann kritisch? Wie stark steigen operative Temperaturen an? Wie lange laufen Kälteanlagen wirklich? Das ermöglicht passgenaue Auslegung (z. B. Kombination aus Grundlastsystem + Ventilatoren) und trägt zur Reduktion von Investitionen, Energiebedarf und Überdimensionierung bei.

Energiesimulation

Statt mit vereinfachten Monatskennwerten zu rechnen (wie z. B. in DIN 18599), bildet die dynamische Energiesimulation den tatsächlichen Verbrauch stündlich ab. Das gilt für Heiz- und Kühlenergie ebenso wie für interne Lasten, Lüftung, Beleuchtung und solare Gewinne.

Dabei fließen reale Klimadaten, nutzungsabhängige Profile und technische Anlagen ins Modell ein. So wird sichtbar:

  • Wann treten Lastspitzen auf?
  • Wie verschieben sich Verbräuche durch Nutzungsänderung oder Sanierung?
  • Welchen Einfluss haben Fenstergrößen, Dämmstandards oder Regelstrategien?

Ideal für Variantenvergleiche, Konzeptoptimierung oder auch für Anforderungen aus Nachhaltigkeitszertifikaten (z. B. jährliche CO₂-Bilanz). Die Simulation liefert verlässliche Entscheidungsgrundlagen zur Energieeffizienz – quantitativ und differenziert.

Der Vergleich des Energieverbrauchs zwischen simulierten Werten und gemessenen Werten
Die Grafik vergleicht den monatlichen Energieverbrauch eines Gebäudes und zeigt, wie nah die simulierten Werte für Strom und Brennstoff über das Jahr hinweg an den tatsächlich gemessenen Verbrauchsdaten liegen.
Sankey vom Energiebedarf eines Gebäudes
Die Grafik zeigt als Sankey-Diagramm die energetische Gebäudebilanz und macht nachvollziehbar, wie Primärenergie aus Strom und Erdgas über verschiedene Systeme wie Wärmepumpe, Gastherme und Verbraucherströme in Endenergie umgewandelt und schließlich für Heizung, Warmwasser, Kälte, Geräte und Licht genutzt wird – inklusive aller Verluste und Energieflüsse.

Anlagensimulation

In der Anlagensimulation wird nicht nur die Energieverteilung modelliert, sondern das gesamte Verhalten der gebäudetechnischen Systeme: Wärmeerzeugung, Kühlung, Lüftung, Speicher, Regelung – alles im Zusammenspiel mit dem Nutzerverhalten und den klimatischen Bedingungen.

So lassen sich Varianten realitätsnah simulieren, etwa:

  • Wie verhält sich eine Wärmepumpe unter Teillast im Januar?
  • Deckt ein kleinerer Kälteerzeuger den Bedarf mit Hilfe von Speichern?
  • Lässt sich der Energieverbrauch durch Umschaltung von Fan Coils auf Kühldecken reduzieren?

Auch Dynamik und Taktverhalten werden sichtbar – ein entscheidender Vorteil gegenüber Jahresbilanzen nach DIN 18599. Darüber hinaus ist die Anlagensimulation zertifizierungsfähig: Sie dient als Nachweisgrundlage bei DGNB, LEED, BREEAM oder ESG-Dokumentationen, etwa zur Betriebsoptimierung oder zur Bewertung von CO₂-Szenarien.

Sie verbindet alle Disziplinen – Hülle, Nutzer, Technik – und ermöglicht damit eine Planung, die nicht nur rechnerisch funktioniert, sondern auch praktisch.

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3D-Modell vom "Eierkühlhaus" für die thermische Gebäudesimulation

Die Vorteile der thermischen Gebäudesimulation auf einen Blick

  • Vermeidung von Überdimensionierung: Durch realistische Berechnungen wird die Anlagentechnik nicht „auf Verdacht“ zu groß gewählt. Das reduziert Investitionskosten und verhindert ineffizienten Betrieb.
  • Präzise Auslegung der Technik: Exakte Auslegung von Heizungs-, Kühl- und Lüftungssystemen, um Überdimensionierung zu vermeiden und Investitions- sowie Betriebskosten zu senken.
  • Komfort und thermische Behaglichkeit bewerten: Heizungs-, Kühl- und Lüftungssysteme werden auf Basis echter Klimadaten und realistischer Nutzungsszenarien dimensioniert. Das sorgt für passende Leistungsgrößen und bessere Planbarkeit.
  • Niedrigere Energie- und Betriebskosten: Eine realitätsnahe Simulation zeigt, wie viel Energie wirklich benötigt wird. So lassen sich Systeme optimal einstellen und dauerhaft effizient betreiben.
  • Höherer thermischer Komfort: Stabile Raumtemperaturen und angenehme Luftbedingungen entstehen, weil das Verhalten des Gebäudes und der Bauteile im Tages- und Jahresverlauf exakt abgebildet wird.
  • Frühe Erkennung von Schwachstellen: Potenzielle Problemzonen, wie Überhitzung im Sommer oder ungleichmäßige Wärmeverteilung, werden vorab sichtbar und können gezielt verbessert werden.
  • Bessere Abstimmung der Gesamtanlage: Die Simulation zeigt, wie alle Komponenten miteinander arbeiten. Dadurch lassen sich Systeme harmonisieren und unnötige Energieverluste vermeiden.
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3D-Modell vom "Eierkühlhaus" für die thermische Gebäudesimulation
Richtig dimensionierte Wärmepumpen sind entscheidend für die Langlebigkeit

Überdimensionierung vermeiden, besonders bei Wärmepumpen

Eine korrekt dimensionierte Wärmepumpe ist entscheidend für einen wirtschaftlichen und dauerhaft effizienten Betrieb. Normbasierte Berechnungen liegen jedoch oft deutlich über dem tatsächlichen Bedarf, was Überdimensionierungen von bis zu 40 bis 50 Prozent zur Folge haben kann. Solche Anlagen verursachen unnötig hohe Investitionskosten, benötigen größere Wärmequellen und führen im Betrieb zu erhöhtem Energieverbrauch, mehr Wartungsaufwand und geringerer Effizienz. Eine zu große Wärmepumpe fährt außerdem häufiger in kurze Volllastphasen, was den Verschleiß des Verdichters beschleunigt.

Wird die Leistung hingegen realistisch ermittelt und die Anlage passend ausgelegt, arbeitet die Wärmepumpe in längeren, gleichmäßigen Lastbereichen. Das verbessert die Effizienz, steigert die Lebensdauer und sorgt langfristig für einen deutlich zuverlässigeren und wirtschaftlicheren Betrieb.

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